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Bahn, Boot, Bike und BeinvergnĂĽgen. Alle Wege fĂĽhren zum Piesberg. - Das Fahrrad hat Geburtstag |

06.08.2017 (10:00 - 18:00)

Das Museum Industriekultur Osnabrück möchte den 200. Geburtstag des Fahrrads mit einer kleinen Aktion im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes „Bahn, Boot, Bike und Beinvergnügen. Alle Wege führen zum Piesberg.“ feiern und ruft alle Fahrradfahrer und eBiker auf, am Sonntag, dem 6. August 2017 mit dem Fahrrad zum Museum zu kommen. Denn dieser Sonntag steht unter dem Motto „Per Bike zum Piesberg“. Es findet ein Fahrradoldtimertreffen hinter dem Haseschachtgebäude des Museums am Fürstenauer Weg 171 statt. Alle, die mit Fahrrädern kommen, welche vor 1960 gebaut wurden, erhalten freien Eintritt ins Museum. Alle anderen, die mit einem jüngeren Fahrrad zum Museum kommen, erhalten ermäßigten Eintritt (bitte an der Kasse melden). Also radeln Sie zum Museum und zeigen Sie ihre alten und neuen Räder oder auch ihre selbstgebauten, eigenwilligen und individuellen Modelle.

1817 konstruiert Karl Drais seinen Ersatz für die Kutsche und präsentiert sein hölzernes Laufrad den Bewohnern von Mannheim. Diese erste Form des Fahrrads hat sich über das Velociped, das erste Rad mit Pedalen und das Hochrad immer weiterentwickelt. Der Durchbruch in der Fahrradentwicklung erfolgt 1885 mit der Grundform des heutigen Fahrrads, dem Sicherheitsniederrad. Durch die folgende Serienfertigung und dem damit verbundenen niedrigen Preis des Fahrrads ein überaus taugliches und praktisches Alltagsverkehrsmittel für die gesamte Bevölkerung geboren und prägt fortan das Straßenbild. Mit dem Fahrrad fährt man zur Arbeit, zum Einkaufen, macht Besuche oder Ausflüge ins Grüne. Aber auch als Lastenrad, Werksfahrrad und zur Postverteilung wird es eingesetzt.

Der Siegeszug des Verkehrsmittels Fahrrad wurde auch von den Vereinen bestimmt, die sich bereits Ende des 19. Jahrhunderts gründeten. Dazu gehörte der „Osnabrücker Radfahrer-Verband 1887“, dessen Mitglieder in der Regel zum Bürgertum zählten und vornehmlich die sportliche Seite des Radfahrens im Auge hatten. Auch kam es in den 1880er Jahren noch vor, dass Rad fahrenden Frauen johlende Straßenkinder nachliefen; ein Jahrzehnt später erregten die neuen Verkehrsteilnehmerinnen die Gemüter kaum noch. Die Frauenrechtlerin und Sozialdemokratin Lily Braun Tochter eines preußischen Generals, sah 1901 das Fahrrad als starken „Emanzipator […], dessen Wirkung zu Gunsten der Selbstbefreiung des weiblichen Geschlechtes schon jetzt in der größeren Selbständigkeit und der Vereinfachung der Kleidung der jungen Mädchen deutlich zu Tage tritt.“ Fortan zählten Hosenröcke oder Pumphosen zur Ausstattung der Rad fahrenden Frauen.

Mit dem Automobil wird das Fahrrad mehr und mehr von der Straße verbannt. Aber seit den späten 1970er Jahren wird das Fahrrad langsam wieder stadtfein. Stadtplaner und Verkehrsexperten haben das Fahrrad wieder im Blick und besonders mit dem eBike wird es zu einer Alternative zum Auto und bietet Antworten auf Verkehrsstaus, Feinstaub, Lärm und den enormen Flächenverbrauch für immer mehr Parkplätze und den Straßenbau. Entscheidende Faktoren für die Wahl zukünftiger Verkehrsmittel. In der Verkehrsplanung hat schon länger ein Umdenken eingesetzt und die Radverkehrsinfrastruktur wird wieder engagierter und innovativer. Der Erfolg: deutliche Zunahmen des Radverkehrs mit seinen positiven Folgen.

Übrigens gibt es drei schöne Fahrradstrecken zum Piesberg.

Eine Karte zum Download finden Sie hier Karte

Das Team des Museums freut sich darauf, viele Fahrradfahrer am 6. August am und im Museum zu begrĂĽĂźen.

Gesamtprogramm

10 bis 13 Uhr
Oldtimertreffen am Magazingebäude des Museums Industriekultur, Süberweg 50a

11-18 Uhr
Piesberger Sonntagscafé im Piesberger Gesellschaftshaus
Öffnung des Gönnergartens am Piesberger Gesellschaftshaus
Rucksackausleihe fĂĽr Fossilienexpeditionen
Fotoausstellung DREI Fotos erzählen EINE Geschichte im Café des Piesberger Gesellschaftshauses
Literarisches Brettspiel im Kastaniengarten

Lokmitfahrten und Fahrzeugausstellungen auf dem Zechenbahnhof
Feldbahnfahrten
Imaginäres Hafencafé an den Piesberger Landungsbrücken
Rundfahrten in historischen Bussen (Traditionsbus e.V.)
Piesberger Traumpfad auf der Felsrippe: Heimat – Gedichte von Eichendorff bis Tucholsky und Mascha Kaléko

Fotoausstellung im Waagehäuschen: Dampf mit Kohle. Bauteilepatenschaften für die Osnabrücker Dampflok 41 052
Infostand der Osnabrücker Dampflokfreunde im Waagehäuschen

13.30 Uhr
PiesbergfĂĽhrung mit FeldbahnrĂĽckfahrt
Treffpunkt Feldbahn, Veranstalter: Stadt-Land-FĂĽhrungen

14.30 Uhr
"Was wird die Eisenbahn uns bringen"
Veranstalter: Museum Industriekultur OsnabrĂĽck
Anmeldung erforderlich
Ort: Museum Industriekultur Osnabrück, Haseschachtgebäude, Fürstenauer Weg 171

14.30-15.30 Uhr
Workshop Lindy Hop (kostenfrei)
15.30-19.00 Uhr
Teadance: Lindy Hop im Piesberger Gesellschaftshaus (kostenfrei)

15.00-17.00
Atelieröffnung des Künstlers Frank Gillich neben dem Alten Steinbrecher

15.00-18.00 Uhr
GartenkĂĽche an der GlĂĽckaufstraĂźe

Fotoarchiv Museum Industriekultur Osnabrück, Patberg und Brandhorst, Möserstraße 30a, Osnabrück, um 1910

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